FAQ Häufig gestellte Fragen
Regelmäßige Prüfungen gewährleisten die Sicherheit, Effizienz und Langlebigkeit der Anlage. Sie helfen, Fehler frühzeitig zu erkennen und Ertragsverluste zu vermeiden.
Abhängig von der Größe und Nutzung der Photovoltaikanlage – ob privat oder gewerblich – sind Prüfungen gemäß den Vorgaben der DGUV und den einschlägigen VDE-Normen (z. B. VDE 0126-23 oder VDE 0100-712) erforderlich. Zusätzlich können auch Versicherungen oder Netzbetreiber regelmäßige Prüfungen verlangen. Unabhängig davon bleibt die Einhaltung der Verkehrssicherungspflicht stets verpflichtend.
Bei der Prüfung einer Photovoltaikanlage werden verschiedene Aspekte systematisch kontrolliert. Dazu gehört zunächst eine Sichtprüfung der Module und der gesamten Verkabelung, um offensichtliche Schäden, Verschmutzungen oder fehlerhafte Verbindungen zu erkennen. Anschließend erfolgen elektrische Messungen, wie die Bestimmung des Isolationswiderstands und der Leerlaufspannung, um die elektrische Sicherheit und Funktionsfähigkeit der Anlage zu überprüfen. Ergänzend kommt häufig eine thermografische Untersuchung zum Einsatz, mit der sich sogenannte Hotspots – also überhitzte Stellen – identifizieren lassen, die auf defekte Zellen oder Kontaktprobleme hinweisen können. Abschließend werden auch die Wechselrichter sowie die vorhandenen Schutzmechanismen auf ihre ordnungsgemäße Funktion hin kontrolliert.
Empfohlen wird eine jährliche Sichtprüfung und eine umfassende technische Prüfung alle 2–4 Jahre – abhängig von Größe, Standort und Nutzung. Natürlich sollten Sie anhand der Monitoringsoftware (z.B. Smartphone App) die Anlage kontinuierlich im Auge behalten.
Diese Prüfung erfolgt direkt nach der Installation und dokumentiert den ordnungsgemäßen Zustand der Anlage. Sie ist Voraussetzung für die Anmeldung beim Netzbetreiber und für Garantieansprüche.
Mit Wärmebildkameras lassen sich defekte Zellen, Hotspots oder lose Kontakte erkennen – ohne die Anlage abzuschalten. Das erhöht die Sicherheit und minimiert Ausfallzeiten.
Grundlegende Sichtprüfungen sind möglich, aber für elektrische Messungen und thermografische Analysen sind Fachkenntnisse und spezielle Geräte erforderlich. Eine Prüfung durch einen zertifizierten Sachverständigen wird empfohlen.
Thermografie ist ein berührungsloses Messverfahren, bei dem mit Wärmebildkameras Temperaturunterschiede sichtbar gemacht werden. In Elektroanlagen hilft sie, Überhitzungen, defekte Bauteile oder Kontaktprobleme frühzeitig zu erkennen.
Thermografische Prüfungen erhöhen die Betriebssicherheit, verhindern Ausfälle und helfen, Brandrisiken zu minimieren. Sie sind besonders wichtig in Industrieanlagen, Rechenzentren und bei Photovoltaikanlagen.
Thermografie ermöglicht eine schnelle und zerstörungsfreie Analyse im laufenden Betrieb. Sie erkennt Probleme, bevor sie zu Ausfällen führen, und spart dadurch Zeit und Kosten.
Empfohlen wird eine regelmäßige Thermografie – z. B. jährlich oder bei Änderungen an der Anlage. Auch nach Inbetriebnahme, nach Umbauten oder bei Störungen ist sie sinnvoll.
Ja, Thermografie kann bei Niederspannungs-, Mittelspannungs- und Hochspannungsanlagen eingesetzt werden – ebenso bei Schaltschränken, Transformatoren und PV-Anlagen.
Thermografische Untersuchungen sollten gemäß DIN EN ISO 9712 und VdS-Richtlinien durchgeführt werden. Qualifizierte Sachverständige garantieren eine normgerechte Auswertung.
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